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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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gefäße der Blumen übergossen seine Schlafstätte mit einemsüßen schwülen Dunst. . .

Er führt seine rechte Hand ans nasse Auge und erblicktdarin mit Erstaunen eine weiße Hyazinthe, die ihm jemandheute mußte hineingelcgt haben . . Er verfiel auf Klotilde;und sie war'S auch gewesen. Vor einer halben Stunde tratsie an dieses Blumen-Bette ließ sogleich das Gesträuchleise wieder zusammen schlagen zog cs aber doch wiederauseinander, weil sie die Thränen des vergessenen Traumsüber das Angesicht des glühenden Schläfers rinnen sahihre ganze Seele wurde nun ein weicher segnender Blick derLiebe und sie konnte sich nicht enthalten, das Denkmal ihresMorgenbesuchs, die Blume, in die Hand zu legen undeilte dann leise in ihr Zimmer zurück.

Er trat eilig in den leuchtenden Tag, um die Geberineinzuholen, deren Morgengabe er leider aus Besorguiß derZerstörung so wenig wie sic anö Herz anpressen durfte. Owie that es ihm wehe, als er im Freien vor dem hcrrnhuti-schen Gottesacker der heinig egangnen Himmelnacht, vordem ruhenden Garten stand und als er auf die kahlen aus-gemähten eingetretcnen Tanztennen und auf die verstummteNachtigallcnstaude blickte und aus die Berge, woran die Kin-der weideten, vom gestrigen Schmucke entkleidet! Da erschiender vergessene Traum wieder und sagte: weine noch einmal,denn das Rosenfest deines Lebens beschließet sich heute undder letzte von den vier Flüssen des Paradieses trocknet inwenig Stunden gänzlich aus!O ihr schönen Tage, sagteViktor, ihr verdient es, daß ich euch verlasse mit einer Er-weichung ohne Maß und mit Thränen ohne Zahl!" Erfloh aus dem zu harten Taglicht in die Zelle aus Flor, da-

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