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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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vor Entzücken, daß ihre zwei Kinder so glücklich waren undso tugendhaft.-

O wie wohl that setzt seiner überschütteten Seele seingeliebter Dahore, dem er unter den lauten Kastanien nach-kam, und an den er mit allen seinen Thränen der Wonne,mit allen seinen Liebkosungen des trunknen Herzens fallendurste:mein Emanuel, ruhe sanft! Ich bleibe heute Nachtunter diesem guten warmen Himmel um uns her."Bleibenur, Guter, (sagte Emanuel) eine solche Nacht zieht durchkeinenFrühling mehr. . . . Horst du" (fuhr er fort, als diein die Uncrmeßlichkeit entrückten Töne gleichsam wie Abcnd-sterne des untergegangnen Glanzes, wie Herbststimmen deswegziehenden Sommergesangö in die sehnsüchtige Seele hin-einriefen)hörst du das schöne Vertonen? Siehe, eben sotöne am längsten Tage meine Seele aus, eben so liege deinHerz an meinem, und so sage wie heute: ruhe wohl!" ...

Dem letzten Geliebten entsunken schwankte Viktor imgemischten Zwielicht der wchmüthigen Begeisterung zurückdurch die vom Mondlicht durchbrochne, gleichsam von Stralentropfende Allee, um in der Blütenhöhle, wo er zuerst Klotildehier gefunden, das träumende Haupt an ein Kopfkissen vonBlütenkelchcn anzulehnen. . . Und als er langsam und alleinund mit elysischen Erinnerungen und Hoffnungen durch denin die Allee gewachsenen Laubengang zwischen den einwiegen-den Bächen hinwankte: so schwammen noch niedrige Wogendes wcggetragncn Getönes in die Phantasie mehr als in dieOhren und nur die Nachtigall regierte laut über die beseelteNacht. Da sank unnennbar beglückt und wonneschwcr derletzte Mensch dieser Nacht von den fünf Stufen seines himm-lischen Bettes dnrch die Zweig-Vergitterung in das dunkle