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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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Blüten-Dickicht hinein. Bethauete Sprossen fielen küh-lend an seine entzündete Stirne, er legte die zwei Arme aus-gestreckt auf zwei Armlehnen von Zwergbäumen und schloßentzückt die heißen Augenlieder zu, und das Forttönen derNachtigall und der fünf Quellen um ihn wehten ihn einigeStrecken weit in den dämmernden Wahnsinn deö Traumeshinüber aber die in Freuden-Jubel hinausschreiende Nachti-gall schlug durch seinen Traum, und als er die Augen, inhalbe Träume verschlagen, aufthat, schoß der Blitz des Mon-des durch das weiße Gesträuch dennoch, von den vo-rigen Szenen befriedigt, lächelte er nur halb außer sich undüberhüllte das Auge wieder und ließ sich ganz in den har-monischen Schlummer hinunter ... nur einige gebrochneLaute sang er noch in sich . . . nur einige mal regte er nochdie liegenden Arme zu Umfassungen ... und nur im Er-sterben des Schlummers und der Wonne stammelte er Ein-mal noch dunkel: Geliebte! . . .

Und so schön, großer Allgütiger, lass' uns andere Men-schen in der letzten Nacht entschlafen wie Viktor in dieser,und lass' es auch unser letztes Wort seyn: Geliebte!

Iran Paul's ausgclv. Wcr!k. V.

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