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und der Abcndspringbrunnen legte sich glimmend wie eineMilchstraße über sie herüber und der Sternenhimmel schlugfunkelnd über sic zusammen und das entweichende Vertonenspülte die aufgehobnen Seelen vom Erdenuser los. . . .Siehe! da trieb ein kleines Wehen die entfliegenden Lauteheißer und näher an ihr Herz, und sie nahmen ihre Thrä-nen von den Augen; und als sie umher schaueten in derGegenwart: so bewegte das melodische Wehen alle Blütenim Garten und die große Nacht, die mit Riesenglicdern imMondschein auf der Erde schlief, regte vor Wonne ihreKränze aus abgeschattetcn Gipfeln und die zwei Menschenlächelten zitternd zugleich und schlugen mit einander die Augennieder und hoben sie mit einander auf und wußten's nicht.Und Viktor konnte endlich sagen: „O! möge das edelste Herz,das ich kenne, so unaussprechlich selig scyn wie ich und nochseliger! So viel Hab' ich nicht verdient." — Und Klotilde
sagte in einem sanften Tone: „ich bin den ganzen Abend
meistens allein geblieben, blos um vor Freude zu weinen,
aber er ist zu schön für mich und die Zukunft. . ." Die
umkehrendcn Gespielinnen kamen den Garten herauf undbeide mußten aus einander scheiden; und als Viktor noch miterstickten Lauten sagte: „Ruhe wohl, du edle Seele — solcheFrcudenthränen müssen immer in deinen Augen stehen, sol-ches melodische Getöne müsse immer um deine Tage rinnen— Ruhe wohl, du himmlische Seele," und als ein Blick vollneuer Liebe und ein Auge voll neuer Thränen ihm dankte;und als er sich tief, tief bückte vor der Heiligen, Stillen,Bescheidnen, und aus Ehrfurcht nicht einmal ihre Hand küßte:so umarmte in der Unsichtbarkeit ihr Genius seinen Genius