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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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schen Bestandteile setzten sie auf eine sonderbare Weise ineinige Wahl-Verwandtschaft mit Emanuelö indischen.

Ich kenne nichts rührcnderS und schöneres als die weib-liche Verbeugung auö jener tiefen Achtung, mit der guteMädchen ihre Liebe allein zu sagen wagen. GlücklicherViktor! deine Klotilde empfing dich mit so vieler Achtungwie ihren Lehrer. Nur die Kokette wird durch die Liebebcfehlhaberischcr (ein kieselsteincrneö Juristenwort!); aberdie Stolze wird dadurch bescheiden und sanft. Nie erfroher als in diesem Hellen Lustschloß, vor dessen offnen Fen-stern ein blauer Horizont und näher brausende und mit Mu-sik besetzte Alleen ruhten, als in dieser geputzten Orangerieaufblühcnder Mädchen, anstatt daß ein Gymnasium eineMenagerie ist, und ein Schwesternhaus eine Voliere. Viktor,der Weiber noch besser zu lenken verstand als Männer, warim arbeitenden Ameisenhaufen dieser lebhaften Mädchen sogesund wie in einem Ameiscnbad, und war ein zweiter Bie-nenvater Wildau, der sich aus dem Jmmenschwarm baldeinen Bart zusammensetzte, bald einen Muff. ES gehörtmehr männlicher Verstand zu einer gewissen seinen Galan-terie, als die haben, die sie in ihren Satiren mit der fadenvermengen; so wie nur Gebirge den süßesten Honig darbie-ten. Der Ernst muß den Scherz grundiren, die Achtungund das Wohlwollen das Lob. Viktor konnte leichter vorzwei als vor 32 weiblichen Augen in Verlegenheit gerathen,welche letzte übrigens der gröbste Donatschnitzer und Germa-nismus in der weiblichen Grammatik ist. Er hatt' eS längstgelernt, die flüchtigen Salze deö weiblichen Witzes mitden fixen des männlichen zu binden, so wie die Kunst, in

Jean Paul's aiisgew. Wcrlc. V. ^