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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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weit in die schönere Seele ging; und wenn sie das Auge inden Garten nicdcrschlug, stand das große verhüllende Augen-licd mit seinen zitternden Wimpern eben so schön darüberwie eine Lilie über einer Quelle. Die Liebe sängt sich wiedas Zeichnen und der keimende Mensch beim Auge an.Da die Kinder vorüber waren: so wandte Klotilde ihr An-gesicht langsam und frei gegen Emanuclö Laubhütte undschauete mit dem weiten sehnsüchtigen Blicke der Liebe her-über. . . .

Und mit einer solchen Liebe, die wie ein Herz in seinemIch pochte, kam Viktor sammt seinen zwei Freunden drobenim Kloster an. Die Aebtissin (ihr Name wird mir gar nichtberichtet, nicht einmal ein falscher) empfing ihn mit einemhohen Air, das ihr Stand nicht gegeben, sondern gemilderthatte. Ihre Seele wurde gekrönt geboren. Die Für-stin, deren Oberhvfmcistcrin sie war, spielte zuweilen gerndas Kind (Kinder erwiedcrn es umgekehrt und repräsentirenihre Repräsentanten): aber ob sie gleich einen dreißigjähri-gen Stolz besaß, so fiel sie doch ihrem Steckenpferd in denZügel, sobald die monarchische Oberhofmeisterin erschien, dieim ganzen Lande (die Schwanen ausgenommen) den Kopsam meisten zurückbog. Eine Frau wie diese, deren BlickeThroninsignien und deren Worte m.-wilMa 8acras caesa-l'!E Iimjsstatis ^, 1 -o^iia waren, hatte aus den Händen derNatur selber die Hnldigungmünze und das Throngerüste,um ihren Reichsapfel gegen die Schönhcitäpfel junger Mäd-chen abzuwägcn eine solche konnte die Klotilde beherrschenund formen. Ihre Seele war von drei Meistern gemalt:der Hintergrund von der Welt - der Vorgrund von derKirche der Mittelgrund von der Tugend. Ihre aözeti-