als sic selber zu haben. .... Emanuel, dein größeres Lobwird in verwandten Seelen aufbehalten, aber auf keinemPapier! —
Auf dem Kreuzwege der Allee theilte sich der schöneBund auseinander, und der linke Zweig derselben führte Klo-tilde neben der Nachtigall vorbei in die Wohnung der sanf-ten Herzen zurück. Viktor kam, von der vergrößerten Liebefür drei Menschen zugleich aufgelösct, in den dunkeln, nurvon untergehendcn Sternen erleuchteten Zimmern Emauuclsan, und fand da einen gedeckten Tisch, den die feine Aebtissindem Gaste oder dem Wirthe gesendet hatte (weil EmanuelAbends nur Obst genoß). Man will alles mit der Geliebtentheilen, sogar die Küche. Emanuel zündete nach Ostern keinLicht mehr an. Im Helldunkel, aus Mondsilbcr und Linden-grün zusammcngcgosscn, blühte das selige Kleeblatt unter demAbendstcrn. Viktor machte heute durch seine ärztlichen Schil-derungen der Nachtkälte den siechen Freund abtrünnig vonden Nachtwandlungen und ging nur allein mit dem Blindennoch hinaus an die Schlasstätte der verstummten Natur. . .Selig ist der Abend, der der Vorhof eines seligen Morgensist. Der Maifrvst hatte die Sterne vom warmen Dunst-Hauch gereinigt und das Blau des Halbhimmclö vertieft, umeine schöne Nacht zum Bürgen eines schönen Tages zu machen.Alles schwieg umS Dörfchen, ausgenommen die Nachtigall imGarten und die rauschenden Maikäfer, diese Herolde einesHellen Tages. — Und als Viktor nach Hause ging mit einemempor gcseufzetcn Dank für diese Pfingststundcn, von denenjede der andern die Zuckcrstreubüchse gab, um die engen Mi-nuten eines stillen Menschen zu versüßen; als er vorbeigingvor den gedämpften Beichtliedern, die hier ein zwölfjähriger