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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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lassen bleiben ganze dreißig Jahre lang in einem fort, we-nigstens drei ganze Psingsttage ich will ein Universität-und Hausfreund, aber nicht ein Wcrtherscher Liebhaber derFreude seyn Handelt nicht der Mensch, als müßte seinLebenSstcig eine Brücke zusammengeschobcncr Honigwabenseyn, durch die er mottenartig sich durchzukäucn habe, alswären seine Hände nur zwei Zuckerzangen der Lust?Ich will wieder meinen Freuden und meinen Schmerzenden Scherz als einen Zaum anlcgen. Die warmen Thrä-nen der Melancholie, besonders die der Entzückung, eineArt heißer Dämpfe, die stärker treiben und zersetzen alsSchießpulver und papinische Maschinen, will ich wol nochvergießen, aber vorher ein wenig kühlen. Und wenn ichKlotilde nicht jeden Vormittag ansichtig werde: so will ichbloö sagen: ein Mensch kann nicht immer im dritten Him-mel seyn, er muß auch zuweilen im ersten übernachten." Er hat vielleicht mehr Recht als Kraft; aber eS ist wahr,die Gesundheit des Herzens entfernet sich gleich weit vonhysterischen Zuckungen und von phlegmatischer Erstarrung,und die Entzückung gränzet näher an den Schmerz als dieRuhe. Aber keine Ruhe und Kälte ist etwas Werth als dieerworbene der Mensch muß der Leidenschaften zugleichfähig und mächtig seyn. Die Uebcrströmungcn desWillens gleichen denen der Flüsse, die alle Brunnen eineZeitlang verunreinigen; nehmet ihr aber die Flüsse weg, sosind die Brunnen auch fort.

DaS Mvrgcnroth deckte eine ferne Sonne nach der an-dern zu; und als endlich die nahe aufgegangcn war odervielmehr die Natur: so konnte Viktor sehen und lesenund mein Werk (die bekannten Mumien) ans der Tasche