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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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ziehen. Ein Buch war für ihn in der treibenden freien Na-tur eine Gartenschecre seiner üppig aufschießenden Träumeund Freuden. Dieser mit einem ganzen Frühling prangendeMorgen, dieses Schimmern auf allen Bächen, dieses Sum-men aus Blüten in Blüten, dieses hängende blaue Meer,worüber die Sonne wie ein Bucentauro schiffte, um auf denMecrgrund der Erde den Vcrmählungring zu werfen, einesolche Gegenwart würde neben einer solchen Zukunft schonin der dritten Stunde ihm die Kraft genommen haben, sei-ner neuen Staatsverfaffung zufolge über seine Wonne zuregieren und immer soviel Ruhe zu bewahren, als zur Mit-teltinte zwischen einem entzückten und einem trüben Tagenöthig ist ich sage, er würde das nicht vermocht hübenohne seinen LcbenSbeschreibcr, ich meine, wenn er nicht meinBuch vorgcnommen hätte, in dessen zweitem Theilc er nochden Schulmeister Wuz zu lesen hatte. Aber dieses gelehrteWerk setzte getrau' ich mir ohne Eigendünkel zu schmei-cheln seiner Entzückung die ordentlichen Gränzen. Dennso indem er lesend ging (wie andere, z. B. Rousseauund ich, lesend essen und bald aus dem Teller, bald aus demBuche einen Bissen nehmen) indem er dem Leben desSchulmeisters so lange zuschauetc, bis ein neues Thal aus-ging oder ein neues Wäldchen indem er bald diesem ab-gedruckten Kantor, bald einem lebenden zuhorchte, vor dessenPstngstlicdern er vorbei ging: so konnte er seine Ideen beiallen ihren Rondos und Rösselsprüngen in einer solchenschönen Ballordnung und Kirchcnzucht erhalten, daß er soglücklich war als der gelesene Wuz. Ich schrie ihm nochdazu in Einem fort aus meinen Mumien zu, gescheidt zuseyn und auf mein Schulmeisterlein als einen Flügelmann