Druckschrift 
5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
178
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rockige Wcrther an jedem jungen Amoroso und Autor einenQuasichristus hat, der am Charfrcitage eine ähnliche Dor-nenkrone aufsetzt und an ein Kreuz steigt cs auch wiederso machen....

Aber es ist Zeit, daß ich mein Maienthal öffne undjeden cinlasse. Ich will nur nicht länger verheimlichen, daßich gesonnen bin, dieses ganze PaphoS und Rittergut an denLeser gar zu verschenken, wie Ludwig der Xl. die GrafschaftBoulogne der h. Maria zuwarf. Ich gedenke dadurch viel-leicht über andere Schriftsteller, die ihren Lesern nur ihreKiele beschceren, eben so weit vorzustechen, als der Königüber den alten Lipsius, der der Maria nur seine silberneFeder vermachte. Anfangs wollt' ich dieses Elysium mitseinen dreimähtigen Wiesen und Nadelhölzern selber behal-ten, weil ich im Grunde ein armer Teufel bin und wirklichnicht mehr cinzunchmen habe, als ein Prinz von Würtem-berg sonst, nämlich 90 fl. rhn. Apanage und 10 fl. zu einemEhrenkleide, und weil ich mir auf die mir von Gott undRechtswegen zuständigen 2 Quadratmeilcn Landes dennsoviel wirft die ganze Erde bei ihrer gleichen Zerschlagungnach einem guten Theilplane auf den Mann aus wahr-lich so wenig Rechnung mache, daß ich die zwei Meilen anjeden gern um einen elenden Schaf-Pferch hingeben will.Und was mich am meisten zurückzog, diese Schenkung unterden Lebendigen mit meinem Maienthal zu machen, war dieSorge, daß ich ein Feudum Leuten, Lesern, Landboten, Knä-sen zuwende, die tausendmal größere Woiwodschaften undChatoullgütcr innen haben und die man aufbringt, wennman sie der Maria ähnlich macht, die aus einer Himmel-Königin eine Gräfin von Boulogne wurde, oder dem-