gegen den Lord und mit Schonung der Eifersucht) es zu be-kennen, daß er auf Pfingsten nach Maicnthal verreise. Seinauseinander gegangnes Herz bedurfte ein entgegen weinendesAuge so sehr — sein feines Ehrgefühl verschmähte es so sehr,eine fremde Reise zur spanischen Wand der eignen zu machen
— seiner erneuerten Liebe that das kleinste Verhehlen vorseinem Freunde so weh — Matthicu war aus diesem him-melblauen Eden unter der Gehirnschale so gänzlich verstoßen
— daß er, se länger er dachte und lief, desto mehr aufschlie-ßen wollte. Er wollt' es nämlich seinem Flamin sogar ent-decken, daß er heute Nachts die Einladkarte eigenhändig anden Blinden abgereicht: durch eine Täuschung wurde ihm diekünftige Pfingstreise durch die heutige zuverlässiger, und dieseneignen Gestchtpunkt sah er für einen fremden an.
Aber so weit trieb seine träumerische und nachttrunkneSeele ihre gefährliche Ergießung nicht, die desto mehr scha-den konnte, da Flamin im Zorne auf keine Unterschiede undRechtfertigungen mehr zu hören vermochte und sogar altecingeräumte wieder verwarf. Denn beim Eintritt zog einMaifrost auf Flaminö Gesicht den aufbrechenden Blütenkelchseines Herzens ein wenig zusammen. Er bat Flamin mitseiner kontrastirendcn Wärme deS Gesichts um einen Spazier-gang an diesem Hellen Tage. Draußen wurde der Abstichnoch schneidender, da Flamin seinen Spazierstvck bis zumKnicken einstieß, Blumen köpfte, Laub abschlug, mit demStiefelabsatz Fußstapfcn auöhieb, indeß Viktor in Einem fortzu reden suchte, um seine Seele in der mitgebrachten Wärmezu erhalten.
Es freuet mich an ihm, daß er sein von den heutigenEntbehrungen überrinncndcs Herz gerade in eines ergießen