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Auf einmal ließ der schöne nebellose erste Maitag dasAndenken an den vorjährigen, wo er wie ein Frühling undhomerischer Gott im Nebel ankam, vorübergehcn — und dergute Mensch schaucte mit den Thautropfen in den Augen dieThautropfen in den Blumen an und sagte unaussprechlich ge-rührt: „ach vor einem Jahre kam ich so glücklich, wurde so„unglücklich, und bin wieder so glücklich — v ihr fliehenden,„spielenden, nachtönenden, zitternden Jahre des Menschen!"
— und daö Feiertag-Geläute aus allen Dörfern (cs warPhilippi Jakobi) setzte mit dem sanften Beben eines Echoalle seine Trauersaiten in ein weiteres Zittern.
„O vor einem Jahre (tönten ihn die Glocken an) be-gleiteten wir Giulia, wie dich, aus Maienthal heraus."Dann zog vor der Sonne, die am Himmel ihre weißen Blü-ten aufschlug, der warme Gedanke sein Herz auseinander:„vor Einem Jahre, an diesem Morgen, ging dir dein Flaminentgegen und vergoß an deiner glühenden Brust so viele Freu-denthränen — und am Ende des heutigen Tages zog er dichwieder an sein Herz und sagte gleichsam ahnend: „vergißmich nicht, verrath' mich nicht, und wenn du mich verlassenwillst, so laß mich mit dir untergehen!" —
„O du Treuer, (sagten alle seine Gedanken) wie tröstet„es mich heute, daß ich einmal alle meine Wünsche gern den„deinen ausgeopsert habe, um dir getreu zu bleiben *) —„Nein, ich kann ihm nichts verbergen, ich gehe jetzt zu ihm."
— Er ging gerade zu Flamin, um (wiewol ohne Meineid
*) Es war, als er in der Laube mit seinem Vater für Klotil-dens Verbindung mit Flamin sprach — und als er sichversetzte, vor derselben sogar ihre Freundschaft zu entbehren.Iran Panl'S auSgew. Werke. V. lg