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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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Auf einmal ließ der schöne nebellose erste Maitag dasAndenken an den vorjährigen, wo er wie ein Frühling undhomerischer Gott im Nebel ankam, vorübergehcn und dergute Mensch schaucte mit den Thautropfen in den Augen dieThautropfen in den Blumen an und sagte unaussprechlich ge-rührt:ach vor einem Jahre kam ich so glücklich, wurde sounglücklich, und bin wieder so glücklich v ihr fliehenden,spielenden, nachtönenden, zitternden Jahre des Menschen!"

und daö Feiertag-Geläute aus allen Dörfern (cs warPhilippi Jakobi) setzte mit dem sanften Beben eines Echoalle seine Trauersaiten in ein weiteres Zittern.

O vor einem Jahre (tönten ihn die Glocken an) be-gleiteten wir Giulia, wie dich, aus Maienthal heraus."Dann zog vor der Sonne, die am Himmel ihre weißen Blü-ten aufschlug, der warme Gedanke sein Herz auseinander:vor Einem Jahre, an diesem Morgen, ging dir dein Flaminentgegen und vergoß an deiner glühenden Brust so viele Freu-denthränen und am Ende des heutigen Tages zog er dichwieder an sein Herz und sagte gleichsam ahnend:vergißmich nicht, verrath' mich nicht, und wenn du mich verlassenwillst, so laß mich mit dir untergehen!"

O du Treuer, (sagten alle seine Gedanken) wie tröstetes mich heute, daß ich einmal alle meine Wünsche gern dendeinen ausgeopsert habe, um dir getreu zu bleiben *)Nein, ich kann ihm nichts verbergen, ich gehe jetzt zu ihm."

Er ging gerade zu Flamin, um (wiewol ohne Meineid

*) Es war, als er in der Laube mit seinem Vater für Klotil-dens Verbindung mit Flamin sprach und als er sichversetzte, vor derselben sogar ihre Freundschaft zu entbehren.Iran Panl'S auSgew. Werke. V. lg