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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
118
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auösctzen durfte er bat scherzhaft seinen Freund, seineFreundin zu bitten, daß sie ihm befehle, nach Flachsensingenzu reisen, damit sie einander zu sehen bekämen (ich komm'aus dem Perioden, wenn ich die Absicht dieser Wendungzeige) er strich in seinem Kopfe die Frage wieder auS:ob Klotildc noch des Arztes bedürfe? bloö weil er einer fürsie im doppelten Sinne war, und fragte nur, ob sie genesensei Endlich schloß er so:

Und so slatter' ich denn mit ziemlich abgestäubteu Schmct-terlingschwingen im unabschlichen Tempel, der für unser Pha-länen-Auge in kleinere zerfällt und dessen Säulen-Laubwerkwir für die Säulen selber halten und dessen Pfeilcrrcihendurch ihre Größe unsichtbar werden, da flattert der Men-schenzwcifaltcr auf und nieder zerstoßet sich an Fenstern rudert durch staubige Gcspinnste schlägt seine Flügelendlich um eine hohle Blume und der große Orgeltonder ewigen Harmonie wirft ihn bloö mit einem stummenaus- und niedergehenden Sturme umher, der zu groß ist fürein Menschenohr.

Ach ich kenne setzo das Leben! Wäre nicht der Menschsogar in seinen Begierden und Wünschen so systematischging' er nicht überall auf Zuründungen sowol seiner Arka-dien als des Reichs der Wahrheit aus: so könnt' er glück-lich seyn und muthig genug zur Weisheit Aber eineSpiegelwand seines Systems, ein lebendiger Zaun seinesParadieses, die ihn beide nicht ins Unendliche sehen oderlaufen lassen, sprengen ihn sofort auf die entgegengesetzteSeite zurück, die ihn mit neuen Geländern empfängt undihn neuen Schranken zuwirft. . . . Jetzt, da ich so verschie-dene Zustände durchlaufen, leidenschaftliche, weise, tolle,