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ästhetische, stoische; das ich sehe, daß der vollkommenste ent-weder meine irdischen Wurzeln in der Erde oder meineZweige im Aether verbiegt und einklemmt und daß er, wenner'ö auch nicht thäte, doch über keine Stunde dauern konnte,geschweige ein Leben lang; — da ich also klar einsche, daßwir ein Bruch, aber keine Einheit sind und daß alles Rech-nen und Verkleinern am Bruche nur Annähcrn zwischenZähler und Nenner ist, ein Verwandeln des in
""""XoE, so sag' ich: „meinetwegen! die Weisheit sei also„sür mich Auffinden und Ertragen blos der kleinsten„Lücke im Wissen, Freuen und Thun." Ich lasse mich dahernicht mehr irre machen, und meinen Nachbar auch nicht mehr,durch die gewöhnlichste Täuschung, daß der Mensch jede Ver-änderung an sich — jede Verbesserung ohnehin, aber auchsogar sede Verschlimmerung — für größer ansieht, als siehinterher ist.
— Genug! aber seit dieser Bemerkung— o noch mehr,seit das hohe Schicksal mir Freuden gab, damit ich sie ver-diente — ist neues Morgenlicht auf meinen Schattensteiggefallen, und ich habe nun Muth, mich zu bessern. . . . Derklare Strom der Zeit geht über einen hinabgelagerten Blu-menboden schöner Stunden, auf welchem ich einmal standund zu dem ich ganz hinunterschauen kann — o wenn sichdiese Eden-Aue wieder aufwärts hebt und ich kann an Dei-ner Hand darauf treten und neben Dir niedcrknieen unddankend bald zum Morgenhimmel, bald über die wehendenBlumenfcldcr dieses Lebens blicken: dann sink' ich stumman Dich zurück und umfasse dankbar Deine Brust und sage:„o mein Emanuel, durch Dich verdien' ich's sa erst." —Ja, ich sag' eS heute, geliebter Lehrer, und bleibe Du recht