ll7
diesen Eltern erwarte, daß sie (wenn ihnen die Sache einErnst ist) mir wenigstens das Haus verbieten oder den häu-figen Briefwechsel: — das frischet Schwiegersöhne an.
30. Hilndsposttag.
Briefe.
Z^ätt' ich oder ein anderer hinter einem Busch oder einemHohlwege aufgepafset und wären wir zu rechter Zeit vor-gebrochen: so hätten wir die zwei ineinander gesiegeltenBriefe, die Viktor nach Maienthal schickte, dem Boten ab-nehmen können, der kein Deutsch verstand, nämlich seinemitaliänischen Bedienten. Der Brief an Emanuel war derUmschlag des Briefes an Klotilde — die Freundschaft istimmer das Umschlagtuch der Liebe. Vom Umschläge will ichnur einen Ausschnitt geben, eh' ich den Brief an Klotildenganz mittheile. Er bat seinen Emanuel, dieses nur für eineBriefdecke zu nehmen und die Zulage Klotilden allein zuübergeben — er sagt' es ihm ohne weitere Erklärung, erhänge nicht von seinen Wünschen, sondern von Blumenkettenab, die ihn zurückzögen von den andern Blumenketten inMaienthal, und eine vielfache Umschnürung mit Guirlandenkönne man nicht durchbrechen, weil man nicht wolle — erwar absichtlich über sein neues Verhältniß mit Klotilden un-deutlich, weil er ihre Erlaubniß zum Gegentheil nicht vor-