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Tugend-Kälte gar nicht zu weit treiben, ihr müßtet ihrdenn gar keine Gränzcn stecken. — Ich will euretwegendiese Lehre in weise Sprüche und witzige Sentenzen kleiden,damit sie bester ans Fächer und in Stammbücher geht.
Die Liebe muß wie der Aurikclsame auf Schnee gcsäetwerden, beide wärmen sich durch das Eis schon durch undgehen dann desto frischer auf — Ihr müsset euch nie.zueinem bloßen Geschenke machen, sondern zu einem Fraucn-zimmerdank der Ritter — Ihr erhaltet und verdient geradeso viel Achtung, als ihr fordert, und ihr könnt, ihr mögtlegirt sepn wie ihr wollt, euren Münzstempel oder Präg-stock aus der Tasche ziehen und euch damit prägen zu einemDamcnd'or für den einen Herrn, und zu einem elenden Fett-männchen für den andern — Ein Wüstling zeigt in einerGesellschaft wie ein Luftreinigkeitmesser durch die verschie-denen Grade seiner Kühnheit die verschiedenen Grade desweiblichen Verdienstes an, aber in umgekehrtem Verhält- -niß. . . .
Sogar wenn's nicht zum weiblichen Ehrenpunktc gehörte,müßte man's doch begehren, um nur eine Mühe mehr zuhaben — weil mein Geschlecht hierüber völlig so denkt wieich, der ich aus keinem Eidams-Werbchaus eine Tochterverlange, wo nicht wenigstens die Eltern etwas wider michhaben; — und es kann hicmit bekannt werden (ich lasse esdeshalb nicht in die Zeitung setzen), daß ich mir von Eltern,die aus ihrem Vcrsteigcrsaal voll Töchter, aus ihrem Liebcö-Jnokulazionhospital eine oder die andre abstchcn wollen,und denen ein Berghauptmann, Gerichthalter, Musikmeisterund Lebcnsbeschreibcr — das mögen meine wenigen Aemterseyn — keine zu verächtliche Partie ist, daß ich, sag' ich, von