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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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nicht vorgcstcllt sprachen aber zusammen so theilnehmend,als wenn sie es wären (zumal da es keinen Unterschiedmachte) und so ging man mit kühlen Gefühlen und mitder größten Gleichgültigkeit gegen eigne und fremde Ano-nymität hofmäßig auseinander. VloS Viktor ängstigte sichnachher mit Zweifeln, ob er nicht früher als Agnola denunbekannten Grafen einen Grafen genannt.

UcbrigenS fand er erst fetzt, seitdem er Klotilden liebte,die Scheidewand zwischen Liebe und Freundschaft mitWeibern recht sichtbar und dick: vorher könnt' er durchdie Scheidewand gut hindurch sehen. Eine Frau kann sichkeinen festen: und reiner:: Freund erwählen, als den Lieb-haber einer andern.

Viktor mußte mm auch, und noch dringender, zu Joa-chimen gehen. Der böse Geist, der im Menschen allzeit wiedie füngsten Räthe zuerst stimmt, machte die Mozion:ersolle Joachimen den kleinen Irrwahn, daß er sie liebe,lassen," als dieß nicht durchging, nahm der Filou eineandere Stimme an und schlug damit vor:er sollte sic fürihre bisherige Zweideutigkeit durch die deutlichsten Zeichenseines Hasses strafen." Aber er ging willig dem gutenGeiste nach, der ihn an der Hand führte und untcrwegessagte:gehe fetzt zu ihr ziehe dich von ihr ohne ihreSchmerzen loS deine Hand gleite allmälig aus ihrerund räume einen Finger nach dem andern, wie cs Mädchenmit ihrer physischen machen, und stelle dich weder als ihrenFeind noch als ihren Liebhaber an." Er ging ohne allenEigennutz hin; denn letzter wäre eher gewesen, zu Hause zubleiben und die Vergangenheit und Zukunft zu genießenund durchzublättern, oder auch aus dem Hause zu gehen nach