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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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benen Arm und ließ ihn von da herunter bemerken, wie win-zig alle Berge und Hügel sind, auch Gräber. Jedes Unglückmachte ihn stählern, der Mcduscnkopf des Todtenkopfö machteihn steinern, und er ärgerte sich nachher über den schmelzen-den Sonncnblick der freudigen Rührung. Seine lustige Laune,sein Ideal weiblicher Vollkommenheit, der Mangel an Gele-genheit und das Schild Minervens hatten ihm über dieWindmonate des Gefühls hinübergeholfen, und er hatte bis-her keine andre Sonne angebetet, als die um 21 MillionenMeilen entlegne bis der Himmel oder der Henker dienähere herführte, gerade im Jahr 1792. Noch war' esganz leidlich gegangen und das Unglück schon auszuhalten ge-wesen, wenn er gcscheidt oder kalt gewesen wäre; ich willsagen, wenn er nicht zu sich gesagt hätte:es ist schön, nieüber sich zu weinen, aber doch über den andern; cs ist schön,jeden Verlust zu verbeißen, aber nicht den eines Herzens,und was wird ein geschiedener Freund aus seiner Höhe grö-ßer finden, entweder wenn ich mir Trostpredigten über seinAbleben mit wahrer Fassung halte, oder wenn ich dem Ge-liebten im freiwilligen übcrmannenden Kummer nachsinkc?" Dadurch und ans Unbekanntschaft mit der Ucbermachtedler, aber unbczähmter Gefühle und weil er seine bishe-rige zufällige Herzstille mit einer freiwilligen verwechselteund aus einer überschwenglichen Menschenliebe hatte er ab-sichtlich seinem innern Menschen bis jetzt die Fühlhörner zugroß wachsen lassen und so war er durch die Wirbel allerbisherigen Einflüsse, der bisherigen Bcraubungcn, der bis-herigen Rührungen, dieser Ostertage, dieses schönen Jugend-dorfes so weit verschlagen, daß er ungeachtet seiner Besonnen-heit, seines Hoflebenö, seiner Laune einiges von seiner alten