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„Freundin bist, so genüget es mir, und du kannst diesen von„Sehnsucht empörten Busen stillen. O dieses volle Herz„würde ohnehin auseinander getrieben, wenn es den Gedan-ken fassen sollte, daß du mich liebtest!" — Uebrigcns fielihm heute zum erstenmal die Nnwahrscheinlichkcit seiner neu-lichen Vermuthung ein, daß eine so zurückhaltende Person,wie sie, sich auf eine so wenig zurückhaltende Art gegen denblinden Julius sollte benommen haben, und er fragte sich:„ist's denn zur Erklärung ihrer Abreise vom Hof nicht genug„an Jenners und Matthieus unhciliger Liebe und an Ema-„nuels heiliger?" — Damit sie aber am Morgen nicht ihreirrige Verwechslung entdeckte, so gab er seinem wächsernenFiguranten genau die Stelle, die er selber am Fenster ein-genommen.
Dritter Osterfeiertag.
F. Kochs doppelte Mundharmonika — die Schlittenfahrt — derBall — und ....
^)cr Leser wird mit mir wünschen, daß der dritte Ostcrtagetwas schlimmers endige als den langen 28 sten Hundsposttag.
Der Schlitten ging leidlich, soviel voraus zu scheu war.
-Ich seh' aber noch etwas anders voraus: daß sich eine
halbe Million meiner Lesekunden (für die andre halbe steh'ich) nicht aus meinem Helden finden kann. Es ist dahermein Amt, nur soviel ihnen vorznsagcn: Viktor war nieklcinmüthig, ihn ekelte die menschliche Unterjochung unter dasGlück; der Tod nahm ihn jeden Tag einmal auf den erha-