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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
63
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erloschene Brust war über ein Herz gewölbt, das dich ohneGränzen liebte bis in den Tod.

Und das ist im ganzen das einzige Unglück des ar-men Seligen. An und für sich und seiner originellen Lageund Laune wegen hätte der gute Bastian schon gut genugfahren können; aber er war zu weich zur Freude zuunbesonnen zu heiß fast zu phantastisch. Er wolltegar lieben (bei seinen Lebzeiten) und es war nicht zu thun.Die Blumengöttin der Liebe ging vor ihm vorbei, sieversagte ihm die Verklärung des Menschen, das Melodramades Herzens, das goldne Zeitalter des Lebens. . . . KalteGestalt, richte dich auf und zeige den Menschen die Thrä-neu, die aus einem weichen Herzen fließen, das vor Liebebricht und keine findet. . . .

Wenn unser Horion nicht glücklich war: so mag csihm freilich gar wohl thun, wenn er schon am Mittage desLebens seine Mittagruhe halten darf, wenn er sterben, undloSgcmacht vom heißpochenden Herzen, gestillt vom TodeS-engcl, sich so frühe legen darf unter das lange Leichentuch,das der Menschen-Genius über ganze Völker wie der Gärt-ner das Verdeck über den Blumenflor gegen Regen undSonne zieht gegen die Glut unsrer Freuden, gegen denGuß unsers Wehs. . . . Ruhe du auch, Horion!" . . .

Seine Wehmuth bei diesen Worten aus dem altenTraume war so übermannend, daß er aus ihr zur Ent-schuldigung oder zur Erholung in eine fast wahnsinnigeLaune übcrtrat.

Inzwischen ist der sämmtlichc Spaß halb gegen meinenGeschmack, den ich am Hofe ausbildcn wollte. Das Lebenverlohnet's gar nicht, daß man seinetwegen den guten Tod