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ohne daß der Honigessig zurückgewünschter Freuden überseinen Gaumen lief und die Zuckung des Mitleidens durchsein Herz; ob er heute gleich im zweiten Stockwerk die Dis-putazion über die Freiheit als ein wahres zertheilcndcs Mit-tel, als ein Schußwasser, wenigstens als eine Aderlaßbindeüber seine offne Adern übergeschlagen hatte? Ich fragte,ob er an die Gute lange nicht denken konnte. — Aber ichwürde die Antwort gar nicht geben und aus Mitleiden mitdem unschuldigen Viktor es vor soviel überrundeten Seelen— die in ihrer leeren Brusthöhle die poetischen Freuden derLiebe gut heißen und doch die poetischen Leiden derselbennicht — gar nicht offenbaren, wie oft er jeden Milchzucker desSchicksals mit dem giftigen Bleizuckcr der Erinnerung ver-setzte, wenn ich nicht deswegen müßte: . . .
— weil die kleine Julia wieder kam aus dem Schlosseund das Versprechen mitbrachtc, morgen komme Tante schon(Klotilde). Dieses versprach also, daß die Ministers-Toch-ter morgen abfahre. — Man verarge den Pfarrleuten dieZudringlichkeit um Klotildcn nicht: denn am dritten Feier-tag geht sie zum Balle, am Tage daraus nach Maienthal —sie hatten ja nur noch morgen und heute. . . . Die kleineJulia hatte unser Flamin, dem ihr Penny-Postamt wohl-gcsiel, mitgebracht. — Ich bin moralisch gewiß, die Kaplä-nin sah meinem Helden soviel an, als ich von ihm schreibe,und sic liebte ihn so sehr, daß, wenn sic statt des Schicksalshätte dckretiren müssen, sie vor Kummer gestorben wäre, eh'sie eö über sich gewonnen hätte, den Sohn auf Kosten desFreundes zu beglücken. — So sehr gewann er durch eineschöne Vereinigung von Feinheit, Empfindung und
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