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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
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her verborgen, daß ich einmal eine Hochachtung, in der ichnur Ihren Hof, und nicht den Gebieter desselben nachahmcndarf, weniger zu stark, als zu kühn ausgcdrückt habe; aberdie Stärke der Gefühle wird leicht mit der Rechtmäßigkeitderselben verwechselt."

Er setzte dieses Niederfallen noch aus, weil er hin-ter der Gardine einen goldncn Streif wahrnahm, der derAnfang eines Bilderrahmens zu sepn schien. Dieses Einfaß-gcwächs mußte doch um etwas herumlanfen, um ein Bild,mein' ich und das wollt' er gern wissen.

Der verdammte Hofapotheker sammt seiner Verläumdunghat cS zu verantworten, daß er daö wollte; nicht als ober glaubte, daß MatzenS Gesicht umgoldct hinter dem Bettehinge: sondern weil ihm heute allerlei ausgefallen war. Erkönnt' eS, da ihres Auges Tapetenthür und Sprachgittcrschwarz verhangen war, recht leicht machen: er durfte nurdie linke Hand leis' auf die Bettkante aufstcmmcn und sohineingebogcn, und über ihr mit gehaltenem Athen: schwebend,mit der rechten über das Bette (es war schmal und er lang)hinübergreifen und die Gardine ein wenig zupfen so wußt'er, waö dahinter hing. Ich sag' cs noch einmal, ohne denApotheker wär's ihm gar nicht eingefallen. Ein Verläumdermacht, daß man wenigstens jede Handlung um ihren Paßbefragt man thut'S bloS, um den Verläumder recht augen-scheinlich zu widerlegen und da oft die unschuldigste keinenGesundheitpaß hat: so schüttelt man den Kopf und sagt: csist wahre Verläumdung, aber aufpassen will ich denn doch.

Er hatte etlichemal den Versuch gemacht, hinüber zulangen; aber da sie immer zu sprechen und er immer zu ant-worten hatte, so ging'S nicht, wenn er nicht seine Annäherung