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5 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : drittes Heftlein
Entstehung
Seite
20
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schenk seiner Besuche ermuntert Huben, du er zumal dadurchauch den Fürsten ciugewtchne. Er wisse hierüber allerleivon guter Hand." ...

Viktor erriet-, was Zcusel aus Höflichkeit verschwiegden Wink auf Joachime.Sonderbar ist'S doch, dacht' er,daß mir mein Vater fast dasselbe schreibt! Aber einhübsches Gewirrc von Absichten! ich mache bei meinen Ab-sichten auf die Fürstin den Minister zu meinem Deckman-tel, und er mich bei seinen auf den Fürsten zu dem scini-gen." Das hätt' er ohne mich wissen sollen, daß böseMenschen die guten nie aus Liebe suchen, und daß Joachi-menS Herz nichts ist, als ein Köder in der Hand des Mi-nisters; aber dichterische Menschen, die immer die Flügelder Phantasie aufspanncn, werden, wie die Lerchen wegenihrer ausgespreiztcn Flügel, sogar in Netzen fcstgehaltcn,welche die weitesten Maschen haben, wodurch sonst leichtein glatter Vogclkörpcr glitte. Nur noch ein Wort: warumbetrug sich Viktor gegen die besten Menschen, gegen Klo-tildc, seinen Vater re. seiner, anständiger und schöner, alsder beste Weltmann; und gegen mittelmäßige und schlimmebenahm er sich doch so links: warum? Weil er allesaus Neigung und Achtung that, und nichts aus Eigennutzund Nachahmung; die Wcltleute hingegen behaupten einimmer gleiches Betragen, weil sie cs nie nach fremden Ver-diensten, sondern nach eignen Absichten absormcn. Dahergab ihm sein Vater auf der Insel unter den Lebensregcln die überhaupt eine seine versteckte Weissagung von seinenFehlern und Begebenheiten waren diese mit: man begehtdie meisten Thorheitcn unter Leuten, die man nicht achtet.

Da nun Klotildc dem Fürsten gefalle: so werde dieser