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Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
328
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Anmerkungen»

nöthigt sah, einen nachtheiligen Frieden mit seinen gefährli-chen Nachbarn zu schließe».

St. 47. Hercules, rechtmäßiger Sohn und Erbe des oben(St. 42—4 4.) erwähnten Niccolo, ward von seinem uneheli-chen Bruder Lconcll des Throns beraubt und nach Neabel ver-bannt, wo er sich am Hofe des Königs Alfons l. durch selteneTapferkeit und namentlich durch einen Zweikampf mit einemberühmten Krieger anszeichnete. Nach Leonells Tode bemäch-tigte sich dessen ebenfalls unehelicher Bruder, Bcrso, der Herr-schaft und erhielt vom Papst Paul II. den Titel eines Herzogsvon Ferrara. Erst nach Borso's langer Regierung besticgHer-culeS I. den ihm nnrechtmäßig vorenthaltencn Thron.

St. 48» Hercules I. verwandelte die Sümpfe nm Ferrarain fruchtbare Felder, umgab die Stadt mit Mauern u. s. w.

St. 49» Der geflügelte Löwe ist bekanntlich das Wappenvon Venedig. — Bei dem berühmten Zuge Karls VIII. nachNeapel blieb Ferrara durch des Herzogs Klugheit unbelästigt,während die übrigen Staate» Italiens von den Franzosen vielzu leiden hatten.

St. 50. Alfons und Hippolyt, die Söhne Hercules I.

Daselbst. Castor und Pollnr waren Söhne der Leda, Ge-mahlinn des Tyndareos, aber von Jupiter in Gestalt einesSchwanes erzeugt. Als Castor erschlagen ward, theilte Pollnrdie ihm verliehene Unsterblichkeit mit dem Bruder, so daß siewechselsweise lebten und starben.

St. 52. Die Stiefmutter oder Mutter ist ohneZweifel die römische Kirche, deren Oberhaupt, Papst Julius II.,der bitterste Feind Alfonso's, sich gegen diesen mit Venedigverbündete.

St. 58. Julius II., früher mit Alfons verbunden , führtedas Volk der Romagna gegen das benachbarte Ferrara, erlittaber auf den, Schlachtfelde zwischen dem Po, Santerno undZanniolo eine gänzliche Niederlage.

St. 54. Die im Solde des Papstes stehenden Spanier be-lagerten eine am Zanniolo gelegene Schanze, deren Befehls-haber sich auf Capitulation ergab, da»» aber mit der ganzen