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Neunter Gesang.
«i.
Drei Tage lang, zu keinen andern ZweckenAls dem des steten Suchens, blieb er hier;
Dan» späht' er rings in Städten und in Flecken,lind nicht allein !m fränkischen Revier;
Auch nach Auvergne'S und Gascogne's StreckenDurchsucht' er bis zum letzten Dorfe schier,
Zog aus Provence bis nach Kleinbritanienlind aus der Picardie bis fast nach Spanien.
Zu End' Oktobers, wann die Jahrszeit ebenDem armen Baum sein Lanbgewand entzieht,Die Glieder ihm enthüllend, bis mit BebenEr sich zuletzt ganz bloß und nackend sieht;Wann sich gcschaart die Bögel fort begeben,
Da war's, als Roland auf die Fahrt gcrieth,Die er nicht ließ, dieweil der Winter währte,Nicht ließ, seitdem der Frühling wiedcrkehrte.
8 .
So kam er einst, von Land zu Lande reitend,
Nach schon gewohnter Art, an einen Fluß,
Der, zwischen Normann und Bretagner gleitend,Zum Meere strömt mit ruhigem Erguß,
Jetzt aber schäumeud schwillt, weit ans sich breitend,Durch Schncegcstut und Berges-Regenguß.
Die Brücke war vom Ungestüm der WogenHinweg geführt, der Uebcrgang entzogen.
Ariosto I.
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