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Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
35
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Zweiter Gesang

Nmi hättet ihr die Ritter sehen fetten,

Bei dieser Nachricht, tranrig nnd erschreckt,

^Sich selber schmähn gleich Blinden und gleich Tellen,HDaß sie der Nebenbuler so geneckt.eAMit heißen Seufzern, wie der Glut entquellen,HSncht nun Ninald, wo sein Bajardv steckt,

.sUiid Hort nicht auf, zornwütig zu verheißen,

^Das Herz dem Roland aus der Brust zu reißen. _

IS.

Bajard erwartet ihn in aller Muße;

Er schwingt sich auf, sprengt weiter und beehrtDen Ritter ohne Roß mit keinem Gruße,

Viel minder noch lädt er ihn mit auf's Pferd.

Der Gaul stößt fort, zerstampft mit kräft'gem Fuße,.ssVom Herrn gespornt, was ihm den Lauf verwehrt.fNicht Gräben, Flüsse, Steine nicht noch Hecken.'^Vermögen ihn ans seiner Bahn zu schrecken.

Ihr möget, Herr, es nur nicht seltsam nennen.Daß jetzt Rinald sein Roß so willig fand,

Das ihn so lange ließ vergeblich re»nenUnd nicht dem Zügel nähen seine Hand.

Denn dieses Roß, mit menschlichem Erkennen,Trieb nicht aus Bosheit ihn so weit durch's Land;Hinleiten wollt' es seinen Herrn zur Schönen,Nach welcher cs so oft ihn hörte stöhnen

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