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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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die Menschen träume." Christus sagte:was soll dirder Traum zeigen?"

O, die Liebe der Menschen zeig' er mir, Geliebter,wenn sie sich wieder finden nach einer schmerzlichen Tren-nung" und indem sie cs sagte, stand der Todesengelhinter ihr und sie sank mit zusallenden Augen an seine kalteBrust zurück und die kleine Erde stieg erschüttert heraus,aber sie wurde kleiner und bleicher, se näher sie kam.

Der Wolkenhimmel der Erde spaltete sich und der zer-rissene Nebel entblößte die kleine Nacht auf ihr; denn auseinem stummen Bache schimmerten einige Sterne der zweitenWelt zurück, die Kinder schliefen sanft auf der zitterndenErde und lächelten alle, weil ihnen im Schlummer Maria

in mütterlicher Gestalt erschien.-Aber in dieser Nacht

stand eine Unglückliche in ihrer Brust waren keine Klagenmehr, nur noch Seufzer und ihr Auge hatte alles ver-loren, sogar die Thränen. Du Arme! blicke nicht nach Abendan das überflorte TrauerhauS blicke nie mehr nach Mor-gen auf den Gottesacker an das Todtenhaus! Wende nurheute dein geschwollenes Auge ab vom Todtcnhause, wo dichdie schöne Leiche zerrüttet, die unverschlossen im Nachtwindsteht, damit sie früher erwache als im Grabe! Aber nein,Beraubte, blicke nur hin auf deinen Geliebten, eh' er zer-fällt, und fülle dich mit dem ewigen Schmerz. ... Da setztein Echo im Gottesacker zu reden anfing, das die sanften Klag-gesänge des Traucrhauses nachstammelte: o, da riß diesesgedämpfte Nachsingen, wie von Todten, das ganze Herz derGebeugten auseinander, und alle unzähligen Thränen stoffenwieder durch das wunde Auge, und sie rief außer sich:rufst