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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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und die Kinder sanken unter und die ganze Erde und dieSonne sanken nach und das ganze Weltgebäude sank mitseiner Unermeßlichkeit vor uns vorbei und oben am Gipselder unermeßlichen Natur stand Christus und schauete in dasmit tausend Sonnen durchbrochne Weltgebäude herab, gleich-sam in das in die ewige Nacht gewühlte Bergwerk, in demdie Sonnen wie Grubenlichter und die Milchstraßen wieSilberadern gehen.

Und als Christus das reibende Gedränge der Welten,den Fackeltanz der himmlischen Irrlichter und die Korallen-bänke schlagender Herzen sah, und als er sah, wie eineWeltkugel um die andere ihre glimmenden Seelen auf dasTodtenmeer ausschüttete, wie eine Wafserkugel schwimmendeLichter auf die Wellen streuet: so hob er groß wie der höchsteEndliche die Augen empor gegen das Nichts und gegen dieleere Unermeßlichkeit und sagte:starres, stummes Nichts!Kalte, ewige Notwendigkeit! Wahnsinniger Zufall! Kenntihr das unter euch? Wann zerschlagt ihr das Gebäudeund mich? Zufall, weißt du selber, wenn du mit Or-ganen durch das Stcrnen-Schneegestöber schreitest und eineSonne um die andere auswehest, und wenn der funkelndeThau der Gestirne ausblinkt, indem du vorübergehest?Wie ist jeder so allein in der weiten Leichengruft des All!Ich bin nur neben mir O Vater! o Vater! wo ist deineunendliche Brust, daß ich an ihr ruhe? Ach wenn jedesIch sein eigner Vater und Schöpfer ist, warum kann esnicht auch sein eigner Würgengel seyn? .....

Ist das neben mir noch ein Mensch? Du Armer!Euer kleines Leben ist der Seufzer der Natur oder nursein Echo ein Hohlspiegel wirft seine Stralen in die