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hier verlier' ich die gegenwärtige, nämlich die Sonne dersel-ben; das ganze geistige Universum wird durch die Hand desAtheismus zersprengt und zerschlagen in zahlenlose quecksil-berne Punkte von Jchs, welche blinken, rinnen, irren, zu-sammen und auseinander fliehen, ohne Einheit und Bestand.Niemand ist im All so sehr allein, als ein Gottesläugner—er trauert mit einem verwaiseten Herzen, das den größtenVater verloren, neben dem unermeßlichen Leichnam der Na-tur, den kein Weltgeist regt und zusammenhält, und der imGrabe wüchset; und er trauert so lange, bis er sich selberabbröckelt von der Leiche. Die ganze Welt ruhet vor ihm,wie die große halb im Sande liegende ägyptische Sphinxaus Stein; und das All ist die kalte eiserne Maske der ge-staltlosen Ewigkeit.
Auch Hab' ich die Absicht, mit meiner Dichtung einigelesende oder gelesene Magister in Furcht zu setzen, da wahr-lich diese Leute jetzo, seitdem sie als Baugefangne beimWasserbau und der Grubenzimmerung der kritischen Philo-sophie in Tagelohn genommen worden, das Daseyn Gottesso kaltblütig und kaltherzig erwägen, als ob vom Daseyn -des Kraken und Einhorns die Rede wäre.
Für andere, die nicht so weit sind, wie ein lesender Ma-gistrand, merk' ich noch an, daß mit dem Glauben an denAtheismus sich ohne Widerspruch der Glaube an Unsterblich-keit verknüpfen lasse; denn dieselbe Nothwendigkeit, die indiesem Leben meinen lichten Thautropfen von Ich in einenBlumenkelch und unter eine Sonne warf, kann es ja imzweiten wiederholen; — ja noch leichter kann sie mich zumzweitenmale verkörpern, als zum erstenmale.
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Jean Paul's ausgetv. Werke. VH1.
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