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Erstes Bluinenstück.
Rede des todten Christus vom Weltgebäude herab, daß keinGott sei *).
V o r b c r i ch t.
^)aö Ziel dieser Dichtung ist die Entschuldigung ihrerKühnheit. Die Menschen läugnen mit eben so wenig Ge-fühl das göttliche Daseyn, als die meisten es annehmen.Sogar in unsere wahren Systeme sammeln wir immer nurWörter, Spielmarken und Medaillen ein, wie Geizige Münz-kabinetter — und erst spät setzen wir die Worte in Gefühleum, die Münzen in Genüsse. Man kann zwanzig Jahre
lang die Unsterblichkeit der Seele glauben-erst im
ein und zwanzigsten, in einer großen Minute erstaunt manüber den reichen Inhalt dieses Glaubens, über die Wärmedieser Naphtaquelle.
Eben so erschrak ich über den giftigen Dampf, der demHerzen dessen, der zum erstenmal in das atheistische Lehrge-bäude tritt, erstickend entgegenzieht. Ich will mit geringer»Schmerzen die Unsterblichkeit als die Gottheit läugnen;dort verlier' ich nichts als eine mit Nebeln bedeckte Welt,
') Wenn einmal mein Herz so unglücklich und auögestorbenwäre, daß in ihm alle Gefühle, die das Dasepn Gottesbejahen, zerstöret wären: so würd' ich mich mit diesemmeinem Aufsatze erschüttern und — er würde mich heilenund mir meine Gefühle wiedergeben.