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Lenettcn, daß Rosa ihr die ausgelösten Seidenblumen längsteingchändigt. An der grünen Distel des Mißtrauens in ihreLiebe schlugen jetzt einige Blüten aus; denn nichts thut we-her, als wenn eine geliebte Person uns zum erstenmale et-was verbirgt, und war' es eine Kleinigkeit. Der Advokatwar sehr mißmuthig über das Verbittern der Rührung, wor-ein er sich und andere zu bringen gedacht. Seine an sichschon zu künstliche welsche Blumensaat hatte der böse Feinddes Zufalls durch Einstreuen welschen Unkrauts aus Bosheitund zur Strafe noch krauser verkünstelt und verkröpft; undman hüte sich daher, den Zufall zum Dienste des Herzenszu miethen.
Der verlegne Rath that die Verlegenheit seines Urtheilsdurch einige warme Flüche über den Venner kund: er wollteletztlich einen Friedenkongreß zwischen den sinnenden Ehe-leuten eröffnen, und rieth Lenetten an, dem Mann die Handzu geben und sich auSzusöhnen. — Aber dazu brachte sienichts: nach langem Zaudern bekannte sic: „sie wolle schon;„aber nur wenn er die Hände gewaschen hätte." Die ihri-gen fuhren aus Ekel krampfhaft zurück vor zweien Handhabeneines Todtenkopfs. -—
Der Schulrath nahm beiden Menschen die Sturmsahneab, und hielt eine Friedenpredigt, die warm aus dem Her-zen kam — er stellt' ihnen den Ort vor, wo sie wären, un-ter lauter Menschen, die schon gerichtet wären, und nebenden Engeln, die an den Gräbern der Frommen Wache stän-den — er führte an, die zu ihren Füßen verwesende Muttermit dem Säugling im Arm, deren ältestem Sohn er nachSchellers Prinzipien das Lateinische beibringe, mahne siegleichsam an, bei ihrem friedlichen Hügel nicht über Blumen