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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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meinetwegen nicht, ich lobe dich eher deswegen." So ge-staltete er seinen Wunsch in ein sremdeö Verdienst um. Fir-mian hatte Kenntniß des Menschen, nicht der Menschener war bei jedem neuen Weibe verlegen, aber nicht bei einemalten wußte genau, wie man unter gebildeten Leuten spre-chen, gehen, stehen müsse, bracht' aber nicht nach nahmjede srcmde äußere und innere Unbehülflichkeit wahr und be-hielt seine wurde, wenn er seine Bekannten Jahre langmit Welt und Ueberlegenheit behandelt hatte, erst auf Rei-sen innen, daß er, unähnlich dem Weltmann, über Unbekannte

nichts vermöge.-Was soll ich viel Worte machen? Er

war ein Gelehrter.

Inzwischen wär' er doch vor dem Sonntage, mit allenseinen Friedenpredigten und Friedenverträgen in der Brust,wieder in einen häuslichen Frosch- und Mäusekrieg unverse-hends hineingetappt. Es ist nämlich Thatsache, aus seinemeignen Munde entnommen, daß er, als Lenctte unaufhörlichihre Hände und Arme und damit zugleich hundert andereSachen wusch, obgleich mehr mit kaltem Wasser, weil un-möglich in Einem fort warmes dazu dastehen konnte, daß er,sag' ich, weiter nichts mit der allersanftesten Stimme in derWelt that als die wahrhaft freudige Frage:das kalte Was-ser erkältet dich also gar nicht?" Nein, sagte sie in einemgedehnten Tone.Warm macht dich's vielmehr?" fuhrer fort. Ja, sagte sic in einem abgeschnappten. Sitten-und Seelenlehrer sind wider mein Erwarten sehr zurück,sowol in der allgemeinen Seelengeschichte als in der beson-dern dieses Buchs, welche sich über die halbgrvllende Antwortauf eine so milde Frage besonders verwundern. Lenettewußte nämlich längst recht gut, daß der Advokat, gleich So-