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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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und sahen dabei strenge und aufmerksam in ihre Partitur,ob ste gleich ihre Trompeterstückchen schon öfter geblasenhatten wie Nachtwächter alle Jnfanten, ich meine alleJungen, stellten ein Wettrennen nach dem Zepter anaber der Pritschenmeister trat zerstäubend unter sie und lasden Zepter aus und händigte mit der einen Hand die Re-gicrunginsignie dem Advokaten ein, mit der andern seinehaltend, die Pritsche.

Siebenkäs besah lächelnd den kleinen Holzast, an demoft die summenden Schwärme ganzer anfliegender Staatenfortgetragen werden, und verbarg seine Freude unter dieserSatire, die der regierende Heimlicher vernahm und auf sichbezog:ein schöner Froschschnepper! Es sollte eigentlichein Honigvisirer seyn, es werden aber die Bienen selberdamit zerknickt, um ihre Honigblase auözuleeren wieKinder bringen die Woiwoden und Dynasten die LandeS-Bienen um, und zeideln statt der Waben die Mägen.Ein recht närrisches Gewehr! Es ist von Holz undetwa« ein abgebrochenes, vergoldetes, zugespitztes, ausgezack-tes Stück von einem Schäferstabe, womit die Schäfer oftaus der Weide das Fett aus den Schafen winden inso fern ja!" Er fühlt' eS selber nicht mehr, wenn erdie größte satirische Bitterkeit ausgoß, von der in seinemHerzen kein Tropfen war: er verkehrte oft mit einem Scherze,den er nur aus Scherz sagte, Bekannte in Feinde, und be-

*) Der Stoff der Allegorie ist leider wahr; die Schäfer wissenlebendigen Schafen mit Stäben das Fett aus dem Unter-leibe zu drehen.