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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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hinarbcitcn, wie alle Räder der Uhr bloö zur Hemmung desHauptradeö in einander greifen. Ein langsamer Pulöschlagverkündigt nicht nur in Menschen, sondern auch in Rechts-Händeln ein langes Leben. Ich denke, ein Advokat, der Ge-wissen hat, nvthigt gern, so lang er kann, nicht sowol demProzesse seines Klienten diesen schloss' er sogleich, könnt'er sonst als dem seines Gegners ein ausgedehntes Lebenauf, um den Gegner theils heimzusuchen, theils abzuschrecken,oder um ihm ein günstiges Urthel, wofür niemand stehenkann, von Jahr zu Jahr zu entrücken, so wie in GulliversReisen Leute mit einem schwarzen Stirnklecks zur Qual einunaufhörliches Leben erhalten. Der gegenseitige Sachwalterdenkt nun wieder der gegnerischen Seite dieselbe Kriegs-Ver-längerung zu und so wickeln beide Patronen beide Klien-ten in ein langes Akten-Zuggarn ein und jeder meint es gut.Ucberhaupt sind RechtSfrcunde die Leute nicht, denen dieRechte so gleichgültig sind, wie das Recht, und sie wollendagegen lieber handeln als schreiben; wie SimonidcS aufdie königliche Frage, was Gott sei, sich einen Tag Bedenk-zeit auöbat dann wieder einen und wieder einenund immer einen, weil kein Leben diese große Frage erschöpft:so hält der Jurist nach jeder Frage, was ist Rechtens, vonZeit zu Zeit um Fristen an er kann die Frage nie auf-lösen ja er würde, wenn'S die Richter und Klienten woll-ten, seine ganze Lebenszeit mit der schriftlichen Beantwortungeiner solchen Rechtsfrage zusetzen. Advokaten machen auseiner solchen Denkart, so gemein ist ihnen solche, nicht viel. Ich komme zurück. SicbenkäS sank beinahe unterdem weltlichen eisernen Arm und dessen 6 langen Diebs- undSchreibsingern darnieder. Die Dünste auf seiner Lebensbahn