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Sitte hatte, sich gegen alle dunkle Trauerszenen voraus zurüsten, durch Probekomödien, ich meine, da er alle künftigenAktenstücke, die der Heimlicher von Blaisc gegen ihn liefernkonnte, im Voraus dnrchlas und so die künftige Last alseine gegenwärtige spielend auflud, um nachher das Spielumzukehren: so nahm es ihn sehr Wunder, daß das gewis-seste vorausgesehene Uebel, sobald es aus der Zukunft nahean uns herantritt, in der Nähe längere Dornen habe, alsin der Ferne. Als nämlich am Sonntage in den luftleerenRaum seiner Brust noch der Amtbote derkErbschaftkammermit dem lang erwarteten dritten Fristgesuche des Heim-licherS kam, und mit dem dritten Ja-Dekret darauf: so wurdees seiner Seele bei diesem neuen Zug des Stiefels aus der
öden Luftglocke übel und engbrüstig.-
— Ich habe im Schwalle meiner offiziellen Berichte daszweite Fristgesuch absichtlich unerwähnt gelassen, weil ichwvl hoffen durfte, daß jeder Leser, der nur ein halbes Schiff-pfund Akten oder nur eine einzige Liquidazion (Rechnung)von Rcchtsfreunden in Händen gehabt, es ohnehin voraus-setzen werde, daß nach dem ersten Fristgesuche nothwendigdas zweite erscheine. Eine Schande ist es für unsere Justiz,daß ei» redlicher, rechtlicher Beistand so viele Gründe, ichmöchte sagen Lügen, aufsetzen muß, eh' er die kleinste Noth-frist erficht; er muß sagen, seine Kinder und seine Frau seientodtkrank, er habe Fatalien und 1000 Arbeiten und Reisenund Krankheiten; indeß cs hinreichen sollte, wenn er bei-brächte, daß die Verfertigung der unzähligen Fristgesuche,mit denen er überhäuft sei, ihm wenig Zeit zu andern Schrif-ten belaste. Man sollte einsehen, daß die Fristgesuche offen-bar wie andere Gesuche auf die Verlängerung des Prozesses