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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Ost wird der Sieger über große Beleidigungen von derkleinsten übermannt; eben so ist'S mit unfern Schmerzen;die harte feste Brust, aus welche eine qualenvolle Vergan-genheit vergeblich drückte, bricht oft, wie ein lang überspül-teS Eis, unter dem leichtesten Fußtritt des Schicksals ein.Er hatte bisher sich ganz gut aufrecht gehalten und seineLandfracht ungebückt getragen, und froher als viele. Er hattebisher den Henker nach allem gefragt. Hatt' er sich nicht(um nur einiges anzuführen) im Anzüge über den deutschenKaiser gesetzt, der (sagt' er) an seinem Ehrentage in Frank-furt nichts anzuziehen habe, als einen entsetzlich alten vonKarl abgelegten Kaiserrock, nicht viel besser als Rabelaisalter, indeß seiner um viele Jahrhunderte jünger sei, als derkaiserliche? Hatt' er nicht seiner Frau, da sie trübe seinenpcrennirenden überständigen Kleiderflor überschauete, zuge-muthet, sich vorzustellen, er diene mit tausend andern An-spachern in der neuen Welt und das Schiff, das ihnen neueMonturen zuzusahren habe, werde gekapert, so daß die ganzeMannschaft nichts anzuzichcn behielte, als was sie hatte ob-legen wollen? Und er fußte seit langem auf etwas besse-res offenbar auf ächte Apathie als auf sein einzigesStiefelpaar, das sich durch zweimaliges Vorschüßen wie einTaschenperspektiv oder eine Posaune zusammengeschoben hattezu guten Halbstiefeln, so wie die lange Kultur auch die deut-schen Körper um vieles abkürzte, und aus diesem LanggewehrKurzgewehr machte.

Aber am Sonntag, wovon ich sprechen will, machte ihnein einziger kleiner Raub- und Unglückvogel, der über dieöde Sarawüste seiner Lage flog, viel zu scheu. Er selberhätte eher das Gegcnthcil erwartet: denn da er bisher die