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Nachflors an ihrer Brust erschütterte die scim'ge, als wenntausend große Seufzer sich darin drängten. — „Lenette!„(sagt' er, unendlich erweicht) cS sind sa die Blumen bei„unserer Verlobung." —
„Aber wer wird sie viel kennen? (sagte sie froh und„kalt). Und sie sind doch nicht so groß wie andere Sachen."
„Hast du eS denn vergessen, stammelte er, wie ich dir„damals die Bedeutung des Straußes erklärte?" —
„Ei, die Vergißmeinnicht (sagte sie noch kälter und über„ihr Gedächtniß erfreuet) wollen sagen, daß ich dein nicht„vergesse und du mein nicht — die Knospen bedeuten Freude„— nein die Knospen bedeuten die Freude, die noch nicht ganz„da ist — und die weiße Rose — das weiß ich wahrhaftig„selber nicht mehr. . .
„Schmerz bedeutet sie (sagte er hingerissen), Unschuld„und Gram und ein bleiches weißes Angesicht bedeutet sie."Er fiel ihr weinend um den Hals und rief cS beinahe: „Du„Gute! du Gute! ich kann sa nichts dafür — ich wollte dir„gerne alles geben, aber ich habe nichts." . . .
Er hörte plötzlich aus, denn sie hatte unter der Umar-mung das Schubfach in die Kommode zurück gedrückt undsah ihn mit Hellen sanften Augen an, in denen keine einzigeThräne war. Sie fuhr im Tone der vorigen Bitte, undmit einer größer» Hoffnung fort: „nicht wahr, ich behalte„den Heber und das Pferd? — Und für den Strauß be-kommen wir auch mehr." — Er sagte in einem fort, undin immer weichern Tönen: „Lenette! — beste Lenette!" —
„Warum denn nicht?" fragte sie immer sanfter; dennsic verstand ihn nicht. „Lieber den Rock vom Leibe versetzt!"antwortet' er. Aber da sie setzo besorgte, er ziel' aus ihr
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