Rappeemühle oder sein Schnupftabackrcibeisen und griff indie Rocktasche, um eine halbe Stange Rappee auf die kleineHechselbank zu stellen. Er hatt' aber die Stange schon auf-gerieben. Er griff in die Hosentasche, um Geld zu einerneuen zu holen. Wahrhaftig er hatte — hier stieß er einenFluch auö, für den er in England Fluchgebühren hätte gebenmüssen — die ganze Börse sammt den Beinkleidern nichtnur (es waren seine plüschene), sondern auch sammt demrichtig abgezählten Packel eingewickelter Rezenstr-Gebührenaus Dummheit zum Schneider geschickt. Er sagte, es wärenicht daö erstemal, nnd der Meister sei recht ehrlich zumGlück; die Sache war aber, er hatte nie den Inhalt seinerBörse auswendig gewußt. — Unbefangen bat er Lenetten:„ihm eine Stange Rappee zu verschaffen, morgen übersend'„er das Darlehn zugleich mit dem gelehrten Arbeitlohn."Siebenkäs fügte schelmisch bei: „laß auch Bier mit holen,„Beste." — Er stellte stch mit dem Pelzstiefel anö Fenster,aber er konnte wol vernehmen, daß die arme Frau — derenHerz gedrückt unter Seufzern lag und das die peius lo>-tset ckurs ausstand — in die Kammer schleiche und ungehörtden Gewürz-Holländer (Lumpenhacker) vom Sessel in dieSchürze lege.
Nach einer guten halben Stunde kam endlich Rappee —Bier — Geld — und Freude in die Stube; die Glocken-speise des Mörsers war in eine bessere für den Magen um-gesetzt und diese Glocke war gleichsam das Wandelglvck-chcn gewesen, das hier nicht blos wie bei den Papisten eineTranSsubstanziazion oder Brodver Wandlung anzeigtc,sondern sogar eine selber erfuhr. Diese Gewürz-Lohmühlewar schnell in Sägeblätter für die Rappee-Sägemühle des