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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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ist, wo bloße Brodscherben und schwarzer Brodpuder*) fürGeld zu haben ist und wie ein ganzer froher Abend einerFamilie daran hängt, daß euere Zentner inLothen feilstchen!

Man sich froh und satt; Lenette war gefällig, weilsie ihren Willen durchgesetzt. Der Advokat stellte Nachtsleise das wartende Pfandstück auf einen weichen Sessel. AmMorgen machte sie ihm durch Stille das Schreiben leichter.Es war aber ein gutes Zeichen, daß sie den Mörser nichtaus der Kammer in den Wandschrank zurücksetzte. Sieben-käs schoß übrigens aus diesem Bombenmörser allerlei Fra-gen in Bogen ab; er wußte gewiß, daß heute oder morgendiese Loretto- und Harmonikaglocke gegen geringes Abzug-geld noch über die Gränzen marschire. Eine Frau wartetnur gern das Aeußerste ab.

Abends klopfte der Pelzstiefel an. Es war lächerlichund menschlich zugleich, zu erwarten, das erste, was der Re-daktör des Götterbotcnö bringe, sei das kritische Macherlohn,damit man dem Redaktör wenigstens einen geheizten Leuch-ter und ein volles Bierglas vorzusetzen vermöge. Nebereine solche Bangigkeit geht nichts, weil die Beschämung aufeinmal alle Springfedern im Menschen zerbricht. Sicben-käs fragte nichts darnach, weil er wußte, Stiefel frage auchnichts darnach. Aber die arme Lenette, deren Schamröthebesonders durch die Liebe gegen Stiefeln höher wurde!Endlich zog der Rath aus der Tasche man erwartete all-gemein die Erscheinung der Rezensir-Sportcln blos seine

*) In Paris wird mit den von den reichen Tafeln fallendenBrodkrumen und Brodpulvcrn ein ansehnlicher Handels-Ver-kehr getrieben.