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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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über das Reden der Weiber.

Der Verfasser des Buchs über die Ehe sagt: eine Frau,die nicht spricht, sei dumm. Aber es ist leichter, sein Lob-redner, als sein Jünger zu seyn. Die klügsten Weiber sindoft stumm unter Weibern, und die dümmsten und stummstensind oft beides nur unter Männern. Im Ganzen gilt vomweiblichen Geschlecht die Bemerkung über das männliche, daßdie Menschen am meisten denken, die am wenigsten sprechen,so wie die Frosche aufhören zu quaken, wenn man einLicht ans Weiher-User stellt.Uebrigenö kommt das vieleweibliche Sprechen von ihren sitzenden Arbeiten; die sitzen-den Handwerker, Schneider, Schuster, Weber haben mitihnen nicht nur die hypochondrischen Phantasien, sondern auchdas viele Sprechen gemein.

Die Arbeittischlein der weiblichen Finger sind gradedie Spieltafeln weiblicher Phantasien, und die Stricknadelnwerden innerlich Zauberstäbchcn, womit sie die ganze Stubein eine Geisterinsel voll Träume verwandeln; daher zer-streuet ein Brief oder ein Buch eine Verliebte mehr alsvier Paar Strümpfe, die sie strickt. Die Affen reden nicht wie die Wilden sagen um nicht zu arbeiten; aberviele Weiber reden eben doppelt, weil sie arbeiten.

Ich habe nachgedacht, zu welchem Zweck. Anfangsscheint eS, die Natur ordne jenes Wiederholen des Gesag-ten zur Ausarbeitung metaphysischer Wahrheiten an; dennda nach Jakobi und Kant Demonstrazion nichts ist, als Fort-