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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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sehnsüchtigen Liebe sür sie ausgedehnten Brust, sie anzuredcn,wie solgt:Frau Armenadvokatin, das geht durchaus nicht.Denn etwas edlerö hat Gott nicht erschaffen als einen Ge-kehrten, der schreibt und denkt. Zehnmal hunderttausendMenschen sitzen in allen Welttheilen gleichsam auf Schul-bänken um ihn, und vor diesen soll er reden Jrrthümer,von den klügsten Völkern angenommen, soll, er ausrcutcn,Altcrthümer, längst verschwunden wie ihre Inhaber, soll erdeutlich beschreiben, die schwersten Systeme soll er widerle-gen oder gar erst machen sein Licht soll durch massiveKronen, durch die dreifache Filzmütze des Pabstes, durchKapuzen und Lorbeerkränze dringen und die gesummten Ge-hirne darunter erhellen das soll er, das kann er; aber,Frau Advokatin, mit welcher Anstrengung! Es ist schwer,ein Buch zu setzen, noch schwerer, zu schreiben. Mit wel-cher Spannung schrieb Pindar und vor ihm schon Homer,ich meine in der Ilias! Und so einer nach dem andernbis ans unsere Zeiten. Jst's dann ein Wunder, wenngroße Skribenten in der entsetzlichsten Anstrengung aller ih-rer Ideen oft kaum wußten, wo sie waren, was sie thatcnund wollten, wenn sie blind und taub und gefühllos gegenalles wurden, was nicht in die fünf inner» geistigenSinnen fiel, wie Blindgewordene im Traume herrlich se-ichen, im Wachen aber, wie gesagt, blind sind? Aus einersolchen Anstrengung kann ich mir's erklären, warum Sokra-teö und ArchimedcS dort standen und gar nicht wnßten,waö um sie tobe und stürme warum im tiefen DenkenKardanus sein Zipperlein vergaß andere die Gichtein Franzos die FeucrSbrnnst und ein zweiter Franzosedas Sterben seiner Frau."