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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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Fruchtspcrre, bei den Gefahren des Einschwärzens und dabeinahe eine Thräne oder ein Seufzer als Aufschlag, derentrichtet werden mußte, auf jeden Laib Brvd geleget war,da hatte Firmian kaum Muße, geschweige Lust gehabt, anseine Eifersucht zu denken. Bei Lenetten muß es sich ge-rade umkehren und falls ste Liebe gegen Stiefel hegt undträgt, so muß diese freilich auf seinem Gclddünger mehrwachsen als auf des Advokaten Acker voll Hungerqnellen.Der Schulrath hatte kein Auge, das den versteckten Jammereines Haushaltens unwillkürlich hinter dem Lächeln antrifft;er merkte gar nichts. Aber eben dadurch hatte dieses freund-schaftliche Drei eine heitere Stunde ohne Nebel, worin, wennnicht die Glücksonne, doch der Glückmond (die Hoffnung unddie Erinnerung) schimmernd aufstieg. Siebenkäs hatte dochwieder ein gebildetes Ohr vor sich, das sich in daS närrischeSchellengeläute und in die Trompetcrstückchen seiner Lcibge-berischen Laune fand. Lenette fand sich nicht darein, undauch der Pelzstiefel verstand ihn nur, wenn er sprach, nichtwenn er schrieb. Beide Männer sprachen wie die Weiber,anfangs bloö von Personen, nicht von Sachen; nur daß sieihre skandalöse Chronik die Gelehrten- und Literargeschichtehießen. Der Gelehrte will alle kleine Züge, sogar die Mon-tirstücke und Leibgerichte eines großen Autors kennen; ausdemselben Grunde hat die Frau auf die kleinsten Züge einerdurchreisenden Großfürstin, bis auf jede Schleife und Franze,ein ungemeines Augenmerk. Dann kamen sie von den Ge-lehrten auf die Gelehrsamkeit und dann flohen alleWolken des Lebens, und im Reiche der Wissenschaften wurdedas trauernde, mit dem Hungertuche verhüllte Haupt wiederaufgedeckt und aufgerichtet. Der Geist ziehet die Berg-