ersprießlicher und edler als die richtigste Herabwürdigung derDürftigkeit: denn Pasquille aus den Goldkoth affekurirendem Reichen das Glück, falls auch die Glückgütcr schei-terten, und dem Armen schieben sie statt herber Gefühle densüßcrn Sieg darüber unter. Alles Unedle in uns, alle Sin-nen, die Phantasie und alle Beispiele sind ohnedas ver-einigte Lobredner des GoldeS: warum will man noch derArmuth ihren rechtlichen Beistand und einen elievrilisrcl'Iiomienr abspänstig machen, die Philosophie und den Bet-telstolz? -
Das erste, was SiebcukäS statt des Mauleö aufmachte,war die Thüre und in der Küche der Zinnschrank: aus die-sem hob er leist und ernsthaft eine 'Glockcnschüssel und einenDrilling von zinnernen Tellern auf einen Stuhl. Lenettekonnte nicht länger schweigend zuschauen; sie schlug die Händezusammen und sagte schamhaft leise: „ach du barmherziger„Gott! wir werden doch nicht unser Zinn verkaufen?" —„Versilbern will ich's nur — sagt' er — wie die Fürsten„aus Thurmglocken, so können wir aus der Glockenschüssel„Glockenthaler gewinnen. Du wirst dich doch nicht schämen,„elendes Eßgcschirr, solche thierische Särge, fein auszumün-„zcn, da der Herzog Christian zu Braunschweig 1662 einen„silbernen Fürste»-Sarg in eigentlichem Sinne zu Geld„machte, nämlich zu Thaleru. Ist denn ein Teller ein„Apostel? — Und doch haben große Fürsten viele Apostel,„sobald sie von Silber waren, wie Hugo von S. Karo und„andere die Werke derselben, gleichsam in Kapitel und Verse„und Legenden zcrfället, und sie, analysirt, auSgesandt aus„der Münze in alle Welt?"
„Thorheiten!" versetzte sie. —