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ringförmigen Sonnensinsterniß lebte, wollte in der feier-lichen Nacht das ferne dumpfe Donnern der Gewitter in derZukunft behorchen und hatte sich nicht mit dem Körper, son-dern mit der erniedrigten Seele auf die Erde gelegt, umden Vorschritt der fernen Feinde zu hören. „Eingeschränkte„bange Seele, dacht' ich, warum sollen über die heitre stille„Nacht die künftigen Todten mit ihren Wunden ziehen und„deine schlafenden Söhne ohne Glieder? Warum willst du„schon die fliegenden Flammen der Feuersbrünste sehen und„alles düstre Getümmel des ungeborncn Jammers, der noch„keine Zunge hat, vernehmen? Warum sollen auf die Särge,„die im künftigen Jahre noch, wie in Pestzeiten, ohne Auf-schrift stehen, die Namen kommen? — O, dein SalomonS-„Ring hat dich nicht beschirmt gegen den würgenden Geist„in unsrer Brust. — Und die ungestalte Riesen-Wolke, hin-ter der der Tod und die Zukunft steht, wird, wenn wir nahe„an sie treten, der Tod und die Zukunft selber." ... —>In solchen Stunden legen wir alle gern unfern Hutund unfern Degen auf die Bahre und uns dazu — die ver-alteten Narben brennen noch einmal und unser falsch geheil-tes Herz wird wie ein übel eingerichteter Arm wieder ge-brochen. — Aber der grausame schneidende Blitz einer gro-ßen Minute, dessen Wiederschein über den ganzen StromunserS Lebens leuchtet und reicht, ist uns nöthig, um unsgegen die Irrlichter und Johanniswürmchen, die uns injeder Stunde antreffen und führen, blind zu machen, undder leichtsinnige Mensch hat eine heftige Erschütterung gegenseine kleinen immerfort nagenden Bewegungen nöthig. Da-her ist eine Neujahrnacht für uns kleine Schalthiere, dieam Schiffe der Erde saugend kleben, wie die mythologische