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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
167
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Freiheit, und keine Gleichmütigkeit gegen den Andrangder Welt.

Ich will in meiner Erzählung fortfahren. Ich standauf einem Eisberge, obwol mit einer glühenden Seeleder zerspaltene Mond schien hell hernieder und die Schat-tenstücke der Tannenbäume um mich lagen wie zerstückleGlieder der Nacht schwarz auf dem Liliengrund aus Schnee. Drüben, weit von mir, kuieete, wie es schien, ein Menschunbeweglich aus der Straße.

Jetzt schlug eS 12 Uhr und das schlachtenvolle Jahr 1794fiel mit seinen Strömen von Blut in das Meer der Ewig-keit; das nachsummende Wogen des Glockentons sagte mirgleichsam, jetzo hat das Schicksal euch Hinfälligen daö alteJahr mit dem 12ten Schlage bei der Versteigerung von Mi-nuten zugeschlagen.

Der knicende Mensch auf der Straße stand nun aufund ging eilig davon. Ich konnte im Hellen Mondlicht ihmund seinem Schatten lange Nachsehen.

Ich verließ meinen Berg, den Gränzhügel zwischen zweiJahren, und ging hinunter auf die Straße, wo der Manngeknieet hatte. Ich fand einen Kreuzweg und ein verlorneshanddickes schwarzlederneö Gebetbuch in Duodez, dessen Blät-ter gelb gelesen waren. Auf dem einzigen weißen vornenstand der Name des Besitzers, dessen Kniee hier tiefe Spu-ren in das harte Glatteis gehöhlt hatten. Ich kannt' ihnwohl, es war ein sogenannter Häusler, der zwei Söhne inden jetzigen Krieg stellen müssen. Als ich weiter nachsah:fand ich im Schnee einen Kreis, den der furchtsam-kecke als einenRing gegen böse Geister gezogen hatte.

Ich errieth alles: der Blödsinnige, dessen Seele in einer