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Nacht eine Mutter vieler Götter in uns — und in einersolchen Nacht geht für uns ein höheres Normaljahr an,als das darin 1624 anfing. Und mir war, als müßt' ich,es sei aus Demuth oder Reue, in die Spuren des armenkinderlosen Vaters niederknieen .....
Jetzo trieb ein lebendiges Wehen auf einmal von derStadt Helle erheiternde Töne wie Blumenduft und Blüten-staub über die verhärteten Ebenen daher; Waldhörner undTrompeten warfen vom Thurme der Stadt ihre lebendigenTöne über die schlafende Welt, und führten froh und kräftigdie erste Stunde des neuen Jahrs unter die ängstlichen Men-schen ein. Und ich wurde auch froh und kräftig: Ich hobdas Auge vom weißen Schleier des künftigen Frühlings aufund sah nach dem Monde; und auf seinen häufigem Flecken,welche in der Nähe grünen *), sah ich unfern Erdenfrühlingin Blumen ruhen und darin mit ausgebreiteten Flügeln zucken,um bald mit andern Zugvögeln zu uns, mit Lerchentönenund Pfauenspiegeln geschmückt, herabzufallen. —
Die entfernten Neujahrtöne flatterten noch immer ummich; ich wurde viel glücklicher und weicher und sah diekünftigen Schmerzen des neugebornen Jahrs, und sie gli-chen — so schön verkleideten fie sich — einigen vergang-nen oder den Tönen um mich. So nimmt der Regen, derdurch die große Höhle im Gebirge von Derbyshire fällt,in der Ferne den Klang von melodischem Getöne an**).
*) Nach Schröters Beobachtungen stellen sich uns die grü-nenden Strecken des Mondes als Flecken dar, weil sieweniger Licht zurückwerfen als kahle weiße.
**) S. Moritz Reise durch England.