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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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Verhältnisse. Nichts wird überhaupt oster vergessen als dachwas vergisset, das Ich. Nicht blos die mechanischen Arbei-ten der Handwerker ziehen den Menschen ewig aus sich her-aus: sondern auch die Anstrengungen des Forschens machenden Gelehrten und den Philosophen eben so taub und blindgegen sein Er und dessen Stand unter den Wesen; ja nochtauber und blinder. Nichts ist schwerer, als einen Gegen-stand der Betrachtung, den wir allzeit außer uns rückenund vom inner» Auge weit entfernen, um es darauf zu rich-ten, zu einem Gegenstände der Empfindung zu machen, undzu fühlen, daß das Objekt daü Auge selber sei. Ich habeoft ganze Bücher über das Ich und ganze Bücher über dieBuchdruckerkunst durchgelesen, eh' ich zuletzt mit Erstaunenersah, daß das Ich und die Buchstaben ja eben vor mir sitzen.

Der Leser sei aufrichtig: hat er nicht sogar jetzo,da ich darüber zanke, vergessen, daß er hier Buchstaben vorsich hat und sein Ich dazu?

Aber draußen unter dem schimmernden Himmel und aufeinem Schneeberge, um den eine gestirnte weite starre Flächeglimmte, riß sich das Ich von seinen Gegenständen ab, andenen es nur eine Eigenschaft war, und wurde eine Person,und ich sah mich selber. Alle Zeit-Absätze, alle Ncujahr-und Geburttage heben den Menschen hoch über die Wogenum ihn heraus, er wischt die Augen ab und blicket im Freienherum und denkt:wie trieb mich dieser Strom und über-täubte mein Gehör und übersluthete mein Gesicht! JeneFluthen drunten haben mich gezogen! Und diese oben, wennich wieder untertauche, wirbeln mich dahin!"

Ohne dieses Helle Bewußtsein des Ich gibt es keine