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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
165
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werden vorübergehcn, ohne daß ein Mann ins Haus tritt,der Sie Beide sehr rührt. Das Schicksal erstatte Beidendie Büchermacher durch Bücher es gebe dem trägenHerzen zuweilen einen poetischen Schlag, der stillen Brusteinen süßen Seufzer, der ste mit Ahnungen schwellt, Ihrenbeiden Augen einige Tropfen, wie ste ein Andante auS-preßt, und führe Sic aus dem heißen Sommer voll Mühestatt in einen Nachsommer in einen blühenden singendenLenz .... Und gute Nacht!"

Und wär's mein Erbfeind: er würde mir nahe ge-hen, wenn ich beim Abschiede dächte: Du siehst ihn nichtmehr. Paulline war eigentlich keine Erbfeindin. Draußenauf den Gassen liefen noch mehre Neujahr-Gratulanten,die Nachtwächter herum, die ihre Wünsche in BlaS-Musiksetzten und in schlechte Verse. Mich bewegt allezeit ein stei-fer altväterischer roher Vers, zumal aus einem ihm ange-meßnen Munde, inniger als ein saftloser neuer mit elendenEis- und Federblumen, und eine ganz elende Poesie ist besserals jede mittelmäßige. Ich beschloß, zum Thore hinauözu-gehen und die Brust voll sehr unähnlicher Bewegungeneben weil es erst 11 Uhr und die kalte Nacht voll Sternewar und weil es die letzte des Jahrs war und ich indas neue nicht wie in das zweite Leben schlafend übergehenwollte, sondern wachend ich beschloß, die schlagende erhitzteBrust ins Freie in einen stillern Zirkel zu tragen. . . .

Wenn man einen Menschen in eine unabsehliche leereSarawüste laufen ließe und ihn nachher wieder in dieengste Ecke drückte: so würde ihn dasselbe sonderbare Gefühlseines Ich anfallen der größte und der kleinste Raumbeleben gleich sehr das Bewußtsein unsers Ich und seiner