„werden vorübergehcn, ohne daß ein Mann ins Haus tritt,„der Sie Beide sehr rührt. Das Schicksal erstatte Beiden„die Büchermacher durch Bücher — es gebe dem trägen„Herzen zuweilen einen poetischen Schlag, der stillen Brust„einen süßen Seufzer, der ste mit Ahnungen schwellt, Ihren„beiden Augen einige Tropfen, wie ste ein Andante auS-„preßt, und führe Sic aus dem heißen Sommer voll Mühe„statt in einen Nachsommer in einen blühenden singenden„Lenz .... Und gute Nacht!" —
— Und wär's mein Erbfeind: er würde mir nahe ge-hen, wenn ich beim Abschiede dächte: Du siehst ihn nichtmehr. Paulline war eigentlich keine Erbfeindin. — Draußenauf den Gassen liefen noch mehre Neujahr-Gratulanten,die Nachtwächter herum, die ihre Wünsche in BlaS-Musiksetzten und in schlechte Verse. Mich bewegt allezeit ein stei-fer altväterischer roher Vers, zumal aus einem ihm ange-meßnen Munde, inniger als ein saftloser neuer mit elendenEis- und Federblumen, und eine ganz elende Poesie ist besserals jede mittelmäßige. Ich beschloß, zum Thore hinauözu-gehen und die Brust voll sehr unähnlicher Bewegungen —eben weil es erst 11 Uhr und die kalte Nacht voll Sternewar — und weil es die letzte des Jahrs war und ich indas neue nicht wie in das zweite Leben schlafend übergehenwollte, sondern wachend — ich beschloß, die schlagende erhitzteBrust ins Freie in einen stillern Zirkel zu tragen. . . .
Wenn man einen Menschen in eine unabsehliche leereSarawüste laufen ließe — und ihn nachher wieder in dieengste Ecke drückte: so würde ihn dasselbe sonderbare Gefühlseines Ich anfallen — der größte und der kleinste Raumbeleben gleich sehr das Bewußtsein unsers Ich und seiner