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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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Die Rezension vom Oster-Programm muß am Mittwochfertig seyn ich schulde Ihnen auch acht oder mehr Zei-ten Honorar für den letzten Wisch, dem Sie ein Paar guteWischer gegeben."

Aber als er geschieden war, blieb Lenette nicht so ge-tröstet zurück, als man vermuthen sollte; sie lehnte am Fen-ster, in ein tiefes, aber verzweifelndes Staunen und Sinnenverloren. Firmian stellte ihr vergeblich vor, daß er jaseinen oder ihren jetzigen Namen niemals mehr ändere unddaß ihre Ehre und Ehe und Liebe ja nicht an elenden Na-menzügen hängen, sondern an seiner Person und an seinemHerzen. Sie unterdrückte ihr Weinen, aber den ganzen Abendblieb sie bekümmert und schweigend.

Niemand nenne aber den guten Firmian zu argwöh-nisch, wenn er, der erst einen verunglückten Kirchenräuberder Ehe, den Venner, losgeworden, jetzo an einen vulkani-schen Ausbruch denkt, der leicht über eine weite Strecke sei-nes Lebens Steine und Asche werfen kann, wenn sein FreundStiefel wirklich, wie eS scheint, seineLenette, obwol schuld-los, liebgewonnen. Das ganze Verhalten desselben von denHöflichkeiten des Hochzeittages bis zu seinen häufigen Be-suchen und bis auf seine heutige Erboßung über den Vennerund auf seine Erweichung, alles das machte ein zusammen-gehörendes Gemälde einer innigen, wachsenden, obwol recht-schaffenen und unbewußten Liebe aus. Ob ein versprungenerFunke davon in Lenettens Herzen sich verhalte und nach-glimme, das könnt' er noch nicht wissen;, aber trotz derRechtschaffenheit seines Freundes und seiner Frau mußte beiden jetzigen Verhältnissen sein Sorgen so stark als sein Hof-fen seyn.