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8 (1848) Siebenkäs : erstes und zweites Bändchen
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er seinem Gaste noch genug für das unhöfliche Wegbleibenabzubitten und zu vergüten habe.

Als er ankam welcher sonderbarer Anblick! Der alteGast war fort ein neuer war da und neben ihm seinWeib in Thränen. Bei seinem Eintritt trat Le nette anein Fenster und ein neuer Thränenguß stel nieder.FrauArmcnadvokatin, (fuhr der Schulrath noch immer fort undhielt ihre Hand) schicken Sie sich mnS Himmels willen inden Willen Gottes cS ist ja lcichtlich zu richten und zuschlichten. Ich verstatte gern eine Traurigkeit des Her-zcns; aber eine gemäßigte sei." Lenette sah ihren Manngar nicht an, sondern durchs Fenster. Der Schulrath er-zählte jetzo erstlich alles das, was ich schon erzählt habeindeß Firmian, unter dem Horchen und Blicken auf ihn,die glühende Hand der abgekehrten Lenette faßte; dannfuhr er fort:als ich hereintrat, du großer Gott, so lagJhro Gnaden vor der Frau Advokatin auf den Knieen mitweltlichen Thränen und war gesonnen ich muß eS be-sorgen ihr ihre theure Ehre zu nehmen. Ich aber rißsolchen auf, ganz freimüthig, und fragte ihn mit Paulini-scher Unerschrockenheit, die ich vor Gott und Menschen zuverantworten gedenke: Ew. Gnaden, sind das die Lehren,die ich Denenselbcn als Ihr Privatlehrer gegeben habe,soll ein Christ solchergestalt auf die Kniee fallen? Pfui,H. v. Meyern, pfui, H. v. Meyern!" Jetzo gerieth derSchulrath wieder in einen entsetzlichen Eifer und fuhr in derStube, die Hände tief in den plüschnen Rocktaschen, auf undab. Firmian sagte:gegen einen solchen Hasen gibt esleicht einen Feldschcu und einen Gartenzaun; aber was gehetcs dich an, Liebe, sagt' er, und über was weinest du so